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Schießstand

Der Schießstand mit 7 Bahnen befindet sich im Untergeschoss des Thalguterhauses. Verwaltet wird diese im Jahre 2009 modernisierte und mit Bildschirm-Anzeige ausgestattete Anlage von den Sportschützen und von der Schützenkompanie Algund.

Öffnungszeiten: jeden Mittwoch von 20.00 bis 22.30 Uhr und auf Anfrage.

Die Einschreibegebühr beläuft sich pro Jahr auf Euro 18.-.

Ansprechperson: Oberschützenmeister Stefan Gutweniger, Handy 335 265598

30 Jahre Schießstand Algund - ein Rückblick

Ende der Siebziger Jahre und zu Beginn der Achtziger Jahre war die Schützenkompanie Algund bemüht, Räumlichkeiten für Fahnen, Trachten und anderes Inventar zu bekommen. Besonders was die Wiedererrichtung eines Schießstandes in der Gemeinde Algund anbelangt, wurde das hartnäckige Drängen des Hauptmanns Konrad Unterweger, des Oberschützenmeisters Karl Obkircher – Nutz und des Schießleiters Franz Innerhofer mit Erfolg gekrönt.

Am 27. Februar 1983 wurde im damals neu errichteten Vereinshaus der Schießstand für Luftdruckwaffen feierlich seiner Bestimmung übergeben. Zwar konnte dieser kleine Schießstand mit sieben Linien die unter der Zeit des Faschismus vollzogene Schließung des traditionsreichen Feuerstandes im Ortsteil Dorf (heute Schiessstandhof, Leitenweg Nr. 6) nicht rückgängig machen, aber die Algunder Schützen und Sportschützen verfügten nun doch wieder über eine Stätte, wo sie die Tiroler Tradition des Scheibenschießens pflegen konnten. Am 18. Februar 1989 wurde der Schießstand dann um das sog. „Schützenstübele“ erweitert.

Von 1983 bis 1991 leitete Oberschützenmeister Karl Obkircher – Nutz den Algunder Schießstand. In diese Zeit fallen die Organisation vieler Freischießen und der Aufbau einer Wettkampfmannschaft, die mit viel Erfolg an den Schießsportveranstaltungen auf Bezirks- und Landesebene teilgenommen hat.

Nach dem Rückzug von Karl Obkircher von der Führung des Vereins Ende 1991 übernahm Stefan Gutweniger das Amt des Oberschützenmeisters, das er bis heute bekleidet. Ihm zur Seite stand 30 Jahre lang Franz Innerhofer als Schießleiter. Diese Funktion hat nach dem Tod von Franz Innerhofer im Februar 2015 Robert Zanluchi übernommen.

In diesem Zeitabschnitt wurden ebenso zahlreiche Freischießen organisiert, die bei den Sportschützen in ganz Südtirol ob ihrer korrekten Abwicklung geschätzt wurden. Da aber der Schießsport mit Luftdruckwaffen – immerhin eine olympische Disziplin – sich in diesen Jahren rapide weiterentwickelt hat, sodass sich die Schere des Leistungsniveaus zwischen Wettkampfschützen und Hobbyschützen sehr weit öffnete, blieben die Algunder Bürger immer mehr den Freischießen und somit dem Schießstand fern. Sie waren nicht mehr bereit, für die „Profis“ die Preise zu finanzieren.

So wurde vor über 10 Jahren zum ersten Mal - und nur für die Algunder Bevölkerung - eine eigene Algunder Dorfmeisterschaft mit einer Mannschaftswertung für Vereine und Betriebe organisiert. Dieses Schießen gehört mittlerweile zu den traditionellen Veranstaltungen des Algunder Vereinslebens.

Der Algunder Schießstand ist in diesen Jahren auch in technischer Hinsicht nicht stehen geblieben. So wurde nicht nur die ältere Generation von Luftdruckwaffen durch moderne Pressluftgewehre und -pistolen ersetzt, sondern auch die Auswertung der Schießergebnisse von Hand auf eine elektronische Messanlage umgestellt, mit großzügiger Unterstützung der Gemeindeverwaltung und der Raiffeisenkasse.

Für die Zukunft wünschen sich die Verantwortlichen weiterhin den Zuspruch der Algunder Bevölkerung und dass vor allem die Jugend sich für die Tradition des Scheibenschießens begeistern möge.